Geschichte
In den Jahren nach der Erstbesteigung des Bietschhorns(1859) war es der Aufmerksamkeit eines gewissen Joseph Ignaz Lehner in Gampel nicht entgangen, dass eine zunehmende Zahl von Touristen das Lötschental besuchte. So reifte die Idee, ein Gasthaus für die Bergsteiger und Touristen zu errichten. Lehner wandte sich mit seinen innovativen Plänen an die Gebrüder Siegen in Ried, die als Erstbesteiger des Bietschhorns bereits einen ausgezeichneten Ruf als Bergführer genossen. Bald war man sich über den Handel einig und begann 1866 mit dem Bau des Hotels Nesthorns (so wurde das Bietschhorn damals in Lötschen genannt), das erste Hotel im Lötschental.
Nach der Eröffnung im Juli 1868 erfreute es sich bereits regen Besuches. So hiess es im Tale, wenn das Hotel mit 25 Betten belegt war, das Tal sei voll von Fremden. In der Literatur wurde das Gasthaus immer wieder als klein und einfach, aber auch als "vortrefflich und comfortabel" erwähnt und dessen Patron als "gefälliger Wirth" gelobt.
Verständlich werden die Anstrengungen des Wirtes, wenn wir einen Blick in das Gästebuch werfen. Namen wie Lucie Walker und Margaret Claudie Brevoort, Leslie Stephen, Benecke und Cohen, Angehörige der Familie Stockalper, ja selbst der Pneukönig Michelin sind im Gästebuch verewigt.
Wie eine Seite im alten Gästebuch aussieht: (anklicken)
Weitere Ausführungen über die Entwicklung des Hotels und des Tourismus in Lötschen finden Sie in der Festschrift des Hotel / Restaurants Nest- und Bietschhorn in Ried von Dr. Werner Bellwald.
Lesen Sie Erinnerungen einer Kindheit, von Josef Siegen.

